NORTH WALES

From the Top © Raik Krotofil

Das walisische Cymru entfaltet für uns Fotografen ein wahres Kaleidoskop landschaftlicher Schönheit: einsame Leuchttürme, die trotzig den Winden des Atlantiks standhalten, zerklüftete Felsen und dramatische Klippen, über denen das Meer unermüdlich brandet. Sanft geschwungene, sattgrüne Hügel ziehen sich wie mit smaragdgrünem Samt überzogen bis zum Horizont, während darauf unzählige Schafe friedlich grasen und das Bild einer beinahe zeitlosen Idylle vollenden.

North Wales präsentiert sich dabei wilder, rauer und ursprünglicher als der milde, beinahe verträumte Süden Cornwalls. Alles wirkt hier entschleunigt, stiller und gelassener – als hätten die Uhren beschlossen, den Takt des Lebens behutsamer schlagen zu lassen. Weniger Verkehr, weniger Lärm, weniger Rastlosigkeit; selbst die wenigen Reisenden scheinen sich dem ruhigen Atem dieser Landschaft anzupassen.

130 Seconds © Raik Krotofil

Die Landschaften Wales’ besitzen einen ganz eigenen, beinahe magischen Zauber, der sich nur schwer in Worte fassen lässt. Auf den sanft geschwungenen Hügeln trotzen vom Wind gezeichnete Bäume – wahre Windflüchter – seit Jahrzehnten den rauen Böen des Atlantiks. Endlos scheinende Steinmauern ziehen sich wie uralte Linien durch die weite Landschaft und verleihen ihr eine stille, archaische Ordnung. Dichte, buschige Hecken und der überall leuchtend blühende Ginster tauchen das Land in warme Farben und verzaubern den Betrachter mit ihrer wilden Ursprünglichkeit.

Saftig grünes, kurzhalmiges Gras schmiegt sich bis an den Rand der steilen Klippen und überzieht selbst die schroffen Felsen mit einem weichen Teppich. Hoch über dem Meer kreisen Möwen, nisten in den Felswänden und tragen ihre Rufe weit hinaus über die Küste, während sie sich mühelos vom Abendwind tragen lassen.

Hier, an den Küsten von Wales, sind die Gezeiten allgegenwärtig und mit jeder Stunde spürbar. Das unaufhörliche Spiel der Brandung, das rhythmische Rollen der Kieselsteine im zurückweichenden Wasser und das tiefe Rauschen des Meeres entfalten eine beinahe meditative Kraft – als würde die Landschaft selbst in einem uralten, beruhigenden Atemzug schwingen.

Wenn dich all das neugierig gemacht hat, wir werden für das Jahr 2027 eine neue Fotoreise auflegen. Bleibt dran, bald gibt es Neuigkeiten dazu.