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ABER DANK DER HILFE UND AUSFÜHRLICHEN ERLÄUTERUNG VON RAIK WAR ALLES KEIN PROBLEM

Dirk  Schatz  | Haßloch

Dirk Schatz | Haßloch

WORKSHOP PFÄLZERWALD

Am 02.10.14 trafen sich fünf Fotobegeistere mit Raik, dem Workshopleiter, nahe der kleinen Kalmit in der Pfalz, um mehr über das Fotografieren zu erfahren. Jeder hatte seine eigenen Vorstellungen was er von diesem Workshop mitnehmen wollte. Mich interessiert vor allem der Umgang mit Verlaufsfiltern, Tipps und  Tricks bei der Nachtfotografie und der schon lange gehegte Wunsch den Pfälzer Wald in rechte Licht zu setzen und dort schöne Locations zu besuchen. Und wie es so wollte hatte das Wetter perfekt mitgespielt. Vormittags und zum Sonnenuntergang gab es ein paar Eiswolken, die den Himmel interessanter gestalten und die Nacht war dann Sternenklar und windstill, also perfekt für die Nachtaufnahme mit Sternen und Sternspuren. Auch der Termin wurde von Raik sorgfältig gewählt, so das wir dank des Halbmondes genügend Licht hatten, um den Vordergrund für den Sternhimmel auszuleuchten.

Also wie gesagt, los ging es an der kleinen Kalmit. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es hoch zu einer kleinen Kapelle. Auf den Weg dahin erfragte Raik unseren Wissenstand über Fotografie. Es stellte sich schnell heraus, das jeder etwas mit Blende, ISO, Belichtungszeit usw. anfangen kann und weiß, wie man damit umgeht. So konnten wir dann auch  gleich loslegen und die ersten Bilder von da oben über den Weinfeldern Richtung Pfälzer Wald machen. Dabei beobachtet Raik uns sehr genau und gab wichtige Tipps und Hinweise zur richtigen Fokussierung und Belichtung. Hier wurden schon die erst von mir selbst auferlegtes Tabus gebrochen. Bei der Helligkeit (es war 15:00 Uhr und bester Sonnenschein) benutze ich normalerweise kein Stativ. Das ging aber nur, weil ich nie über Blende 10 hinausging und die Belichtungszeit entsprechen kurz war. Auch fotografierte ich immer in Zeitautomatik (A) und überlies es der Kamera die “richtige” Belichtungszeit. Aber da Raik uns das Histogramm näher gebracht hatte, war es mir nun auch möglich die Belichtungszeit selber festzulegen. Zusätzlich gab er uns noch Nützliche Hinweise zum Bildaufbau.

Nach den ersten Aufnahmen in der Gruppe sind wir dann (jeder für sich) um die kleine Kalimt herum auf Motivsuche gegangen. Dies nutzte Raik um jeden persönlich das eine oder andere beizubringen (z.B. kann man auch mal mit einer etwas tieferen Stativposition fotografieren).

Nachdem jeder ein paar schöne Bilder im Kasten hatte, ging es auf zu nächsten Location, dem Luipoldturm bei Hermersbergerhof. Dies war für mich mal eine total neu Location und vom Ausblick dort oben war ich begeistert. Ziel war es hier einen Sonnenuntergang abzulichten. Perfekter konnte es gar nicht sein. Am Himmel nach wie vor Eiswolken und die Täler lagen im leichten Dunst. Die ersten Bäume fingen sich an zu verfärben und der rote Sonnenuntergang setzte das ganze ins richtige Licht. Hier wurde dann intensiv der Umgang mit Pol- und Grauverlaufsfilter geübt. Diese kamen zwar schon an der kleinen Kalimit zum Einsatz, aber hier erst konnten sie die starken Kontraste zwischen den Tälern im Schatten und dem hellen Himmel um den Sonnenuntergang erst richtig kompensieren. Für alle die keinen Grauverlaufsfilter dabei hatten, hat Raik für Abhilfe gesorgt. Sehr gut fand ich, das wir nach dem Sonnenuntergang nicht gleich gegangen sind und so auch noch einige Fotos in der blauen Stunde machen konnten. Als dann diese vorbei war ging es im Dunkeln zurück zum Auto und auf zum Teufelstisch (einem sehr fotogenen Sandsteinfelsen).

Nach einem kleinem Fußweg erreichten wir im fahlen Licht des Halbmondes den Sandsteinfelsen. Hier musste man total Umdenken. Haben wir bis jetzt immer mit sehr kleiner Blende und niedrigen ISO-Werten gearbeitet, so war das hier umgekehrt. Auch das richtige Fokussieren in der Dunkelheit will erst einmal gelernt sein. Aber dank der Hilfe und ausführlichen Erläuterung von Raik war dies dann alles kein Problem. Einige von uns, die noch nie hier waren, habe erst nach dem ersten Bildern überhaupt gesehen wie es hier aussieht. Dies führte zu einem mächtigen AHA-Effekt bei uns allen. Überrascht hat uns dann Raik beim Fotografieren, indem er den Teufelstisch rot angestrahlt hat. Dies hat den roten Sandstein gegenüber den blauen Himmel erst richtig gut zur Geltung gebracht. Anschließend durften wir uns im Lightpaintingprobieren. Zum Schluss gab es dann noch Sternspuraufnahmen. Während unsere Kameras so vor sich hin belichteten haben wir gemütlich warmen Tee getrunken und uns gut Unterhalten.

Nach diesem Tag fiel uns der Abschied allen recht schwer, so das wir spontan uns entschlossen uns bald wieder zu treffen, um auf Fototour zu gehen oder nur so zum Erfahrungsaustausch.

Was nehme ich mit von diesem Tag:

Auf jeden Fall mehr, als ich mir Anfangs vorgenommen habe zu erfahren. In der Gruppe (sie hatte genau die richtige Größe) gibt es verschiedene Interessen und so habe ich von jeden Thema etwas dazu gelernt. Natürlich wunderschöne Fotos, aber was noch viel wichtiger ist, ich habe Leute mit gleichen Interesse gefunden. Ich bin schon gespannt wie sich das in Zukunft entwickeln wird.

Raiks Ziel war es immer, dass jeder seine eigenen Fotos macht, aber er hat auch den einen oder anderen Tipp gegeben, wie man es noch besser machen könnte. Es war von Ihm alles so vorbereitet, wie man es von einem Landschaftsfotografen erwartet (richtige Location, Richtige Zeit wie Sonnenuntergangszeit, Mondphase usw.). Das Einzigste was man nicht vorbereiten kann ist das Wetter. Ein Sonnenuntergang ist nie derselbe. Aber es war einfach traumhaft.

Diesen Workshop kann ich nur weiterempfehlen und ich werde auch gerne noch den ein oder anderen manchen. Doch man muss sich sputen, den die Terminbücher sind voll ;-).

Ich hoffe es war nicht zu umfangreich. Kritik habe ich keine (außer das der Halbmond zu weit weg von der Sonne stand ;-). Daran solltest Du arbeiten ;-)). Und lass nicht immer die Leute in die falsche Richtung laufen ;-). Hast Du dich bei Deinen nächtlichen Fotoabenden schonmal verlaufen?

Dirk Schatz bei Fotocommuity