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PENTAX K–1 DIE KAMERA FÜR DEN LANDSCHAFTSFOTOGRAFEN

Erfahrungsbericht über die Pentax K-1 aus der Perspektive eines Landschaftsfotografen

(M)EIN ERFAHRUNGSBERICHT INKLUSIVE RAW DATEN

Nikon Kameras haben mich seit meinen Anfangstagen in der Fotografie auf all meinen Wegen begleitet und mir dabei wunderbare Fotos geschenkt.

Meine fotografischen Begleiterinnen in dieser Zeit waren (in genau dieser Reihenfolge):
Nikon Coolpix 880 | Nikon FA | Nikon D70 | Fuji S5 Pro | Nikon D3s

Ich sage DANKE für die tolle Zeit und die vielen guten Fotos, die ihr mir geschenkt habt.
Ich ziehe jedoch weiter, und gehe meinen fotografischen Weg jetzt mit einem neuen Partner.

Der folgende Beitrag soll euch meine Beweggründe für meinen Wechsel darlegen.

WAS MIR WICHTIG IST

SPRITZWASSERSCHUTZ

Über die Jahre hat sich meine Art zu Fotografieren weiterentwickelt.
Ich fotografiere sehr viel mehr am Meer, meine damalige analoge Nikon FA hatte ich bereits zweimal durch Spritzwasser außer Gefecht gesetzt (OK, die war nun wirklich nicht spritzwasserdicht), und zuletzt hat es meiner D3s beim Workshop in der Bretagne am Kermorvan Leuchtturm den Blendenmitnehmermechanismus versalzt.

Über die ganzen Jahre hatte ich viele durch Nässe und Feuchtigkeit bedingte Reparaturen an den von mir genutzten Kameras zu tragen.

Hier habe ich tatsächlich einen hohen dreistelligen Betrag in die Wiederherstellung der Funktion investieren müssen.
(Was natürlich nicht die Schuld von Nikon ist, ich gehe einfach zu nah ans Wasser heran).

20140802-DSC_7675-Bearbeitet
Nur ist es halt so:
An meinem Fotografier-Verhalten möchte ich eigentlich nichts ändern, und dennoch wünsche ich mir, dass ich diese Kostenposition merklich reduzieren kann.

GLOBAL POSITIONING SYSTEM

Durch meine vielen Scoutingreisen komme ich immer mehr herum, und bewege mich teilweise an Orten, die nicht ohne Weiteres erreichbar sind.
Natürlich begleitet mich mein kleiner gelber Holux Filmdosen GPS-Tracker während jeder Reisunternehmung.
Bisher war es halt nur sehr umständlich, die gemachten Fotos mit den GPX Daten meiner Reisen zu verbinden, so blieben diese Daten bis heute eigentlich immer getrennt.

Die vielen Lösungen von Nikon selber und von diversen Drittanbietern waren mir allesamt irgendwie viel zu umständlich, ergo wurden sie auch nicht genutzt.

Dennoch blieb der Wunsch nach einer kamerainternen GPS Lösung.

GEWOHNHEITEN DURCHBRECHEN

Wenn man über Jahre mit einer Kamera unterwegs ist, kennt man diese und ihre Eigenarten aus dem Eff-eff. Man weiß um Ihre Vorzüge und nimmt ihre Beschränkungen und Schwachstellen als naturgegeben hin.

Es ist sehr leicht, darüber zu vergessen, dass es auch anders gehen kann.
Das diese Einschränkungen nicht sein müssen.
Das es Lösungen für Probleme gibt, die man vorher quasi als naturgegeben hingenommen hat.

ÜBER DEN TELLERRAND GESCHAUT

Bei mir gingen die ersten Lichter an, als ich im Mai letzten Jahres in Kontakt mit dem Olympus OM-D System gekommen bin.

Ein Kamerasystem, auf das in Foren eigentlich immer herabgesehen wird, gilt es doch vielen als zu klein, um gut zu sein. Ging mir ja nicht anders, aber bei näherer Betrachtung stellte sich sehr schnell heraus, dass ich einfach zu arrogant war.

Viele Aspekte der in der OM-D EM–5 MKII verbauten Features erschienen mir in ihrer Ausführung als vorbildlich.

Diese kleine Kamera bietet einen Grad an Abdichtung , von dem meine D3s in dieser Form und dieser Konsequenz nur träumen kann !

So kann ich eben auch am Meer sehr tiefe Perspektiven realisieren, und muss mir keine Gedanken über eine Welle machen, die eventuell über meine Kamera schwappen könnte.

Das ermöglicht es mir, unbeschwerter zu fotografieren, weiß ich doch, dass mein Equipment so etwas abkann.
Natürlich gehe ich damit nicht schwimmen, darum geht es mir auch nicht. Es geht um Widerstandsfähigkeit gegen Ozeanwasser.

Ich weiß auf jeden Fall und ganz sicher weil durch Rechnungn belegt :
Das geht mit meiner D3s in dem von mir gewünschten Maße leider nicht 🙂

Dann die nächste Offenbarung:

SENSORSTABILISIERUNG

Für mein Empfinden ist die aktuelle Stabilisierungstechnik über fünf Achsen das absolute NonPlus Ultra und schlägt in meinen Augen jede in Objektiven verbaute Stabilisierung um Welten.
Zumindest in den von mir verwendeten Brennweiten; bei sehr starken Teleobjektiven soll die Objektivstabilisierung wohl besser sein.

Die Möglichkeiten mit einer Sensorstabilisierung sind auf jeden Fall mannigfaltig:

  • Spaghettiwasser am Meer aus der Hand ? CHECK !

    20141017-DSC_9835-Bearbeitet

    Cabo Raso

  • Sehr nah am Wasser – quasi am Boden im Wasser – fotografieren ? CHECK !

    Gimsoy

    Gimsoy

  • In der Subway in NYC oder der Tube in London oder die U-Bahn in München oder sonstwo, nur mit einem lichtstarken 35mm Objektiv hinein in das Getümmel und dann einfach mal kurze Langzeiten im Zeitenbereich von 1/50s bis zu einer Sekunde aus der Hand ? CHECK !

    NYC Subway Station Union Square

    NYC Subway Station Union Square

Die Sensorstabilisierung ist für mich inzwischen eines der wichtigsten Austattungsmerkmale, wenn es um eine neue Kamera geht.

KLAPPDISPLAY

Wer einmal mit einem Klappdisplay gearbeitet hat, wird es sehr schnell zu schätzen wissen. Ganz einfach, weil man ohne viele Verrenkungen Perspektiven realisieren kann, die man vorher so ohne Weiteres gar nicht probiert hätte. Ganz einfach, weil man das Auge nicht vor den Sucher bekommen hat.

Meine Nikon hat leider kein Klappdisplay.

Klappdisplay

Diese Dinge in Kombination (also GPS + Sensorstabilisierung + Klappdisplay + Abdichtung) hat eigentlich keine mir bekannte Nikon, Canon, Sony oder FujiFilm Kamera.
Meine kleine Immer-dabei-Olympus hat das alles jedoch abzüglich GPS.

Meine neue Begleiterin, die Pentax K–1 hingegen hat das alles verbaut quasi All inclusive !

Sie vereint die weiter oben beschriebenen Besonderheiten der Olympus, fügt hier aber noch ein GPS Modul hinzu, synchronisiert die Kamera-Uhr mit der GPS Zeit, kann den Sensor im gewissen Rahmen shiften und tilten, kann den Horizont gerade rücken, Licht auf die Tasten werfen usw. usf. und das alles bekomme ich in einem klassischen Spiegelreflex Body, mit einem herrlich großen & hellen optischen Sucher (welchen ich immer noch und trotz der bekannten Vorteile einem EVF vorziehe).

MEINE BEKANNTSCHAFT MIT PENTAX

Ich gestehe ganz offen, in all den Jahren, in denen ich Workshops geleitet habe, sind mir drei Pentax über den Weg gelaufen. Ich wußte: ja, da gibts eine Firma, die Pentax heisst, und die Kameras greifen sich solide, sind gut verarbeitet. Aber das war es dann auch.
Gesehen und sofort wieder vergessen.

Ich hatte im letzten Jahr während des Fotogipfels in Oberstdorf das große Glück, mit Nicole Oestreich eine Pentax-Fotografin kennenzulernen.

Wie das halt so ist unter Fotografen, haben wir gefachsimpelt, über die Fotografie im Allgemeinen und guten Kameras im Speziellen.

So war es dann Nicole, die mir die Türen zu Ricoh Imaging Deutschland geöffnet hat, und da kann ich nur Danke sagen !

Warum ?

Ganz ehrlich, weil ich zwar immer wusste:
„Pentax macht richtig gute Kameras…“

…aber wie das halt so ist, in meiner Ignoranz habe ich Pentax, als Hersteller von fotografischem Equipment, niemals richtig auf dem Radar gehabt!

Das wäre auch so geblieben, wenn Ricoh Imaging Deutschland nicht so freundlich gewesen wäre, und mir eine Pentax 645z zum Testen zur Verfügung zu stellen.

Ganz ehrlich: man sollte bei aller Markentreue und Liebe zum eigenen Kamerahersteller wirklich mal über den Tellerrand schauen. Die Welt besteht nicht nur aus Nikon oder Canon.

 

Pentax 645z

[Ein detaillierter Testbericht über die 645z folgt noch]

PENTAX MACHT VIELES ANDERS…

und vor allem richtig. Da sind Funktionen drin, die schwer in Prospekten vermittelt werden können, weil Sie einer Erklärung bedürfen, aber extrem sinnvoll sind. Ganz einfach, weil sie mir Arbeit abnehmen und mir somit mehr Zeit bleibt, mich mit den künstlerischen Aspekten der Fotografie zu beschäftigen.

Bei der Arbeit mit der Pentax 645z wurde mir auf sehr prägnante Art und Weise vor Augen geführt, was es bedeutet, wenn ein Kamerahersteller wie ein Fotograf denkt:

  • Die Kamera ist imstande, des Nachts auf dem Statusdisplay die Unterbelichtung numerisch in LW anzuzeigen. Beispiel meine eingestellten Parameter sind:
    ISO 100 | Blende 6,3 | Zeit 5 Sekunden.
    Kamera zeigt im Statusdisplay ein blinkendes –4,2 EV (Exposure Value = Lichtwert) an.
    Mir ist keine Kamera bekannt, die mir das in dieser Präzision anzeigen würde.
    Da bleibt für mich wirklich die Frage: warum können andere das nicht ?!
  • Die Kamera hat ein angewinkeltes Statusdisplay, was sich nicht sonderlich wichtig anhört. Ich für meinen Teil fand es sehr angenehm, auch bei hoher Aufnahmeposition das Statusdisplay ablesen zu können.
  • Die Kamera ist genauso gut abgedichtet wie meine kleine Olympus, was mir erlaubt, meine Kamera mit Mineralwasser aus der Flasche von SeaSpray zu befreien.
  • Sie zeigt auf Knopfdruck an, wo genau sich der Staub auf dem Sensor abgelegt hat.
  • Der Auslöseknopf kann so eingestellt werden, dass er im Modus B einmal gedrückt wird, um den Verschluss zu öffnen, und einmal, um ihn wieder zu schließen.

Dabei kostet die 645z nur einen Bruchteil der Hasselblads, Phase Ones und Leica S dieser Welt.

Wobei ich enorme Zweifel habe, ob ich mich trauen würde, mit einer Hassy oder eine Phase One in den staubigen Lower Antelope Canyon einzutauchen oder am Atlantik auf Wellenjagd zu gehen.

Mit der Pentax würde ich mit einem Ultraweitwinkel auch die Schlammcatcherinnen-Weltmeisterschaft begleiten.

20091008-DSCF2399

 

Der Aufbau wie bei einer DSLR und das hohe Maß an Abdichtung macht die Kamera zum bevorzugten Werkzeug für die Landschaftsfotografie.

Übrigens könnt Ihr die Pentax 645z ohne irgend eine Leih- oder Nutzungsgebühr bei unseren Lofoten Reisen ausprobieren ! 

MEIN SYSTEMWECHSEL

Als Pentax vor nicht allzulanger Zeit die erste Serien Vollformatkamera vorgestellt hat, und ich die Featureliste gelesen habe, war für mich noch vor jedem Test klar: DAS wird meine !

Fünfachsen-Sensorstabilisierung, Abdichtung vor Staub und Wasser auf höchstmöglichem Niveau, eingebautes 3 Achsen GPS Modul, Klappdisplay, hochwertige Objektive von Tamron im Pentax Finish, kleiner Body, Astrotracer-Funktion, LED Hintergrundbeleuchtung der Tasten, automatischer Horizontgeraderücker, Sensor aus der Nikon D810 usw. usf.

Seit Freitag, dem 20.05.2016 bin mit einem Pentax 15–30mm f–2.8, einem Pentax 24–70mm f–2.8, und dem 70–200mm f–2.8 an meiner Pentax K–1  im Pentax-System Zuhause.

MEINE ERFAHRUNGEN

DIE VERARBEITUNG

Das erste, was mir beim Auspacken aufgefallen ist, ist der kleine Formfaktor der Kamera: sie ist trotz des Vollformatsensors erstaunlich kompakt verbaut.
Der Griff ist wunderbar konturiert, er ist tief und greift sich vorzüglich.

Hier ein Größenvergleich mit dem direkten Mitbewerber der Nikon D810
und weil es so schön ist, nochmals ein Vergleich zu Ihrer Vorgängerin beim Serdar:
Der unnachahmlichen, der kompromisslosen Herrscherin der Nacht der Nikon D3s
Oder der überall so hochgelobten Sony A7RII

Man sollte die K–1 wirklich mal in die Hand nehmen, sie fühlt sich wirklich massiv an, ist dabei dennoch gefühlt eher kompakt und kommt als ernsthaftes Werkzeug daher.

Das Klappdisplay, das in Fotos immer so filigran und zerbrechlich wirkt, ist im echten Leben robust.

Anders als an der Olympus bleibt das Display immer in der optischen Achse, lässt sich aber bei Hochformataufnahmen um 30 Grad zum Fotografen neigen.

Ich persönlich mag auch dieses kastige, kantige Design der Kamera sehr gerne, mir hat das Prismenspiegelgehäuse sehr gut gefallen und die tiefe emaillierte Pentax Typo vorne auf dem Prisma ist auch sehr schön geworden.

Leider hat die Kamera keinen Okularverschluss, was für mich (der ich doch so viele Langzeitaufnahmen mache), ein echtes Manko darstellt. An alles gedacht, nur nicht an die Freunde der Langzeitbelichtung bei Tageslicht.

Die LEDs am Bajonett, hinter dem Display, im Kartenfach sowie im Kabelfernauslöseranschluss funktionieren nicht nur blendend, sie lassen sich in der Intensität auch in zwei Stufen verstellen.
Für mich, der einen Großteil seiner Fotos immer dann macht, wenn ein Mangel an Licht herrscht, führen solche Features unvermeidlich zu einem wohlwollenden und zufriedenen Lächeln.

Die Nacht ist nämlich nicht immer gleich dunkel.
Das scheint den Ingenieuren bei Pentax irgend ein Fotograf gezwitschert zu haben 🙂

DIE BILDQUALITÄT

Kommen wir im Folgenden mal zu den Kernpunkten einer jeden Kamerabesprechung.
Der Bildqualität.

Ich hatte in Nordspanien dabei:

Ich habe mich entschieden, RAW in diesem Fall PEF Aufnahmen zum Download zur Verfügung zu stellen.
Das ermöglicht somit jedem, sich ein eigenes Bild zu machen.

Auch wenn ich hier RAW Fotos zur Verfügung stelle, bleiben die Fotos meine. Ich bin davon überzeugt, dass das respektiert wird.

DYNAMIK

Dieser Faktor wird für viele Fotografen immer mehr zu einem Thema, sie ist gleichzeitig auch der am wenigsten verstandene Aspekt bei der Bewertung der Qualität eines Sensors.

Ich habe diesbezüglich in Foren mehrmals der Versuch unternommen, es zu erklären und wurde im besten Falle nicht verstanden oder schlimmstenfalls als Quacksalber abgetan.

Deshalb nur kurz:
Ein Sensor kann einen vorherrschenden Lichtumfang (den Unterschied zwischen dem dunkelsten und hellsten Bereich in einer Szene) aufzeichnen, und von diesem Bereich auch nur einen weiteren, noch kleineren Teil, wiedergeben (Anzeigen)

Je mehr Dynamik ein Sensor hat, umso mehr Reserven hat man in der RAW Entwicklung, so z.B. beim Aufhellen von Schatten und dem Wiederherstellen der Lichter in einer aufgenommenen Szene.

Der Sensor der K–1 ist auch im Vergleich mit den besten Kameras im Bereich Dynamik auf einem extrem hohem Niveau.

Diese Aufnahme demonstriert die Möglichkeiten wie ich finde sehr anschaulich:

Pentax K-1 PEF Datei zur Veranschaulichung des Sensordynamikpotentials

Auf die Lichter im Leuchtturm belichtete Nachtaufnahme, Foto zeigt das unbehandelte Raw mit tiefen Schatten. Durch einen Rechtsklick kann das Original PEF heruntergeladen werden.

 

PIXELSHIFT

Eine der für mich interessantesten Funktionen ist die sogenannte Pixelshift Funktion.
Durch den stabilisierten Sensor ist die K–1 in der Lage, ein Foto mit voller Farbtiefe zu erstellen.

Problem bei der Sache ist:

Bei bewegten Motiven funktioniert die Erkennung der Bildbewegung in Adobe ACR und Lightroom nicht richtig oder gar nicht.
Das führt zu Artefakten (sieht man ab 200% Vergrößerung sehr gut).

Bei der von Pentax mitgelieferten Software funktioniert es hingegen besser, sie erkennt die Bewegung und maskiert diese mit den Pixel der ersten Belichtung raus.
Die Software ist jedoch in der Mac Version gelinde gesagt eine Zumutung, wenn ich ehrlich bin, ist es eine frustrierende Zeitverschwendung damit zu “arbeiten”.

Fakt ist jedoch:

Die Fotos, die mit dieser Funktion erstellt wurden, sind schärfer, rauschärmer, detaillierter und technisch besser als die ohnehin schon auf einem extrem hohen File Niveau spielenden normalen RAW Dateien.

Fakt ist aber auch:

Man muss manuell nachbessern und die Artefakte entfernen.
Für mich stellt das kein Problem dar. Ist die Motivsituation zum Dahinschmelzen schön, mache ich ein Foto ohne Pixelshift und eins mit, lege in PS zwei Ebenen an, und maskiere die mit Artefakten raus.
Die Fotos sind ja in den Abmessungen gleich groß.

Funktioniert nicht bei allen Motivsituationen, aber ich kann, wenn ich will.
Und nur das zählt für mich.

Da ich Landschaften fotografiere, und in aller Regel alle Zeit der Welt habe, ist dieser Ansatz für mich absolut wertvoll und ermöglich mir, je nach Motivsituation zu entscheiden, ob ich das Mehr an Information mitnehmen möchte oder nicht.

Viel Spass beim Schauen:

Hier ist das Problem mit der Artefaktbildung in den Zweigen und Ästen weiter hinten gut zu erkennen. Ab einer vergrößerung von 200% wird es deutlich. Ein Rechtsklick auf dieses Foto ermöglicht euch das PEF File herunterzuladen.

HDR FUNKTION

Was ich überhaupt nicht gewusst habe, ist, dass Pentax wohl seit Äonen eine HDR Funktion in seinen Kameras verbaut, welche die HDR Dateien im Raw Format abspeichert !

Hier kann man zusätzlich zwischen dem Pentax PEF und dem Adobe DNG Format auswählen.

Ich zumindest kenne keinen Hersteller, der das mit seinen HDR Files genauso handhaben würde. (was nix sagen muss, vielleicht gibt es ja einen?)

Wichtig dabei ist, dass man bei der Nutzung dieser Funktion am besten so belichtet ,dass der rechte Bereich des Histogramms nicht ausfrisst. Also ein Expose to the Right anwendet.

Im Menu habe ich bei mir die automatische Ausrichtung aktiviert, und das was rauskommt, ist in meinen Augen optimal vom Gamut und von der Filequalität her.

Hier geht es zum HDR File:

Pentax PEF Datei, HDR Aufnahme in Cam Pentax K-1

Hier ein HDR File wie es die Kamera auf die Speicherkarte bringt. Ein Rechtsklick erlaubt euch das herunterladen der PEF Datei.

GPS FUNKTION

Das ist eine der Funktionen, die für mich dieses zuvor angemerkte Mitdenken eines Kameraherstellers wunderbar vor Augen führen.

Pentax hat der K–1 ein vollwertiges Dreiachsen- GPS Modul spendiert.
Dieses erlaubt auch bei Hochformataufnahmen die Speicherung der Aufnahmerichtung !

Danke für diesen Hinweis an Frank Heinen, er hat mir erklärt, dass dieses Feature auf ein hochwertiges 3 Achsen GPS Modul hindeutet.

Nun, da sag ich doch gerne:
Thank you Pentax 🙂
Woher wusstet Ihr, das ich viele Hochformate fotografiere ?! 🙂

Für mich als Landschaftsfotograf und Reiseveranstalter ist genau diese GPS Funktion wirklich Gold Wert ! Auf diese Weise weiß ich immer ganz genau, wo ich eine Aufnahme gemacht habe, und in welche Richtung die Linse gerichtet war.

Im Vergleich zur Canon 6D, welche die einzige mir bekannte DSLR mit eingebautem GPS ist, hält sich der Energieverbauch auch in Grenzen. Das GPS Modul kann also immer an bleiben.

Ich weiß, dass die Nikon D5300 auch ein GPS Modul hat, dieses Modell kenne ich im Gegensatz zur 6D jedoch nicht aus eigener Anschauung.

WAS MIR NICHT GEFÄLLT

Alles in allem bietet die Pentax K–1 alles, was das Herz des Fotografen höher schlagen lässt. Sie erleichtert mir die Arbeit im Feld und on Location über alles Maßen.

Sie ist ergonomisch ein Traum, und bietet auch in der Bildqualität enorme Reserven und produziert Files, die sehr dicht sind und dehnbar.

Soweit so gut.

In einem Punkt jedoch muss ich mich umgewöhnen:
der Umgang mit Lichtern – und hier der Übergang von den hellsten Tonwerten hin zu reinem Weiss – ist sehr abrupt und steil.

Es sieht für mein Emfpinden viel zu hart aus.
Alle unter euch, die mit Negativ-Material oder einem Fuji Provia oder Astia gearbeitet haben, werden wissen, was ich vermisse.

Ich vermisse eine weiche Schulter in den hellsten Bereichen meiner Fotos.
Ist es ein Problem ?

Nein, eigentlich nicht, es ist eine Frage der Bildästhetik. Fotografen, die eher mystisch-dunkle Bildstimmungen transportieren möchten, wird das wahrscheinlich nicht weiter stören.

Für mich ist es der einzige Makel der mich stört, muss ich doch anders belichten als mit meiner D3s.

MEIN FAZIT:

Das beste Kompliment, das man seinem Equipment machen kann, lautet:

Ich arbeite gerne damit, ich nehme meine Kamera gerne in die Hand.
Sie bereitet mir große Freude !

Alle diese Aussagen treffen für meine Beziehung zu meiner neuen Begleiterin meiner Pentax K–1 vollumfänglich zu.

Diese Kamera hat ein Featureset, welches mich in meiner Fotografie unterstützt und mir Arbeit abnimmt.

Die Bildqualität ist auf einem extrem hohen Niveau.

Was für viele gegen das Pentax System spricht, ist das vergleichsweise eingeschränkte Objektivarsenal.
Für mich als Landschaftsfotograf bietet sich in Form der drei Musketiere von (Tamron) Pentax:

alles an Objektiven die ich für meine Fotografie benötige.
Mit dem Samyang 24mm Tilt Shift habe ich auch Zugriff auf perspektivkorrigierende Optik.

Vermisse ich etwas ?
Nicht wirklich, alle für mich als Landschaftsfotograf relevanten Brennweiten werden sehr gut abgedeckt.

Naja vielleicht gibt sich Sigma ja einen Ruck, und bietet die genialen ART Linsen auch im Pentax K Bajonett an ?!

Morgen geht es für mich auf die Färöer Inseln, und ich werde dort meine neue Begleiterin im Licht des Nordens baden.
Ich freu mich darauf, und weiß schon jetzt, dass Sie es mir mit guten Fotos danken wird.

Auf wiedersehen Nikon,
Hallo Pentax 🙂

Inzwischen sind ein paar Liter den Rhein heruntergeflossen und ich kann auf sehr viele Erfahrungen mit meiner neuen treuen und robusten Begleiterin zurückblicken. Mein erstes Resumé nach über einem Jahr intensiver Nutzung könnt Ihr euch hier durchlesen

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