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FOTOREISEN IN DER GRAUZONE

GUTE ANBIETER VON FOTOREISEN FINDEN

Verreisen, dabei exotische Fotospots erleben, intensiv und ohne Zeitdruck fotografieren. In einer Gruppe Gleichgesinnter über das Hobby klönen ohne Jemanden damit zu nerven und gemeinsam Spaß haben. Das alles ist die Grundidee von guten Fotoreisen. Irgendwann werden reisefreudigen Fotografen sich mit diesem Thema beschäftigen und eine Vielzahl von Destinationen und Anbietern finden. Dabei ist die Suche nach einem Reisepartner scheinbar leicht. Doch ist der Reisepartner auch ein korrekter Vertragspartner?

Fotoreisen waren am Ende der ersten Dekade des neuen Jahrtausends nicht wirklich populär. Sicher gab es einige wenige Anbieter, doch die Auswahl nach heutigem Standard war extrem reduziert.

Im Laufe der vergangen Jahre wurde das Hobby Fotografie von vielen Menschen neu entdeckt oder die alte Kamera wurde wieder aus der Kiste geholt. Der Wunsch die tollen Fotos, welche sich in den Sozialen Medien häuften, nachzustellen wuchs verständlicherweise ebenso, wie die Bereitschaft in das Hobby Geld zu investieren. Die Ausrüstungen wurden umfangreicher, die Kameras wurden immer teurer, eine große Menge an Objektiven und Filtern wurden angeschafft. Dabei verbringen einige Fotografen damit sich tagelang die endlosen Testcharts von Objektiven hinsichtlich der optimalen Auflösung für das neue spiegellose Schätzchen anzusehen, lesen in Fotoblogs, Foren und Facebook-Gruppen, diskutieren und testen.

Doch wer investiert die ähnliche Zeit und Aufwand, sich mit einer Reisebschreibung und den angebotenen Leistungen einer Fotoreise auseinanderzusetzen?
Dabei sind diese doch ein Vertragsbestandteil und benennen alle Leistungen, welche man für sein Geld bekommt.

Durch den steten Aufschwung und den medialen Möglichkeiten Reichweite zu erzeugen und zu nutzen, wuchs gleichermaßen die Menge an Anbietern von Fotoreisen.

Doch was zeichnet eigentlich eine Fotoreise aus?

Nun gibt es grob gesagt zwei Arten von Fotoreisen.

Die Eine dient in erster Linie dazu, dem Reisenden eine Infrastruktur für sein Hobby zu bieten. So kann der versierte Fotograf auf den Service des Transports zu den hoffentlich besten Bedingungen zurückgreifen und ist in einer Gruppe unterwegs. Selten wird auf diesen Reisen Wissen vermittelt oder rudimentär angesprochen „Du kannst mich alles fragen“.
Doch was ist mit dem Einsteiger, dem wenig versierten Fotografen?
Was soll er fragen, wenn ihm die Kenntnisse fehlen? Er hat unter Umständen Bedarf bei der Bildkomposition, bei der korrekten Belichtung und weiteren Grundlagen, ohne es zu wissen. Doch dazu ist diese Reise nicht gedacht. Er wird vermutlich mit wenigen guten Bilder am Ende der Reise heimfahren.

Ein weitere Gattung der Fotoreisen ist die Reise mit Wissensvermittlung.
Der kenntnisreiche Fotograf wird ebenfalls profitieren, denn befruchten sich mehrerer Fotografen hinsichtlich ihrer Kreativität. Der Anfänger wird oder sollte von einem Profifotografen auf dieser Reise begleitet werden. Er sollte auf seinem Wissensstand abgeholt, in seinen Fähigkeiten unterstützt und die mangelnden Skills live on Location besprochen und trainiert werden.
Soweit die Theorie.

In der Praxis ist es oft schwer für den Kunden zu erkennen, um welchen Typ Fotoreise es sich hierbei handelt. Denn die wenigsten Anbieter gehen offen mit Ihrer Zielgruppe und den Inhalten dieser Reise um. Im besten Fall findet sich irgendwo der Hinweis, dass es sich nicht vorrangig um Wissensvermittlung handelt. Dann ist ja klar, was einen zu erwarten hat und im optimalen Falle passt dann auch das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Reisebeschreibung

Mit den Leistungsbeschreibungen haben so manche Anbieter ihre Schwierigkeiten. Zur Großzahl an professionellen Veranstaltern gesellten sich zunehmend immer mehr Hobbyfotografen, die den Rotstift nicht nur am Reisepreis, sondern auch an Leistungen und am rechtlichen Background angesetzt haben.

Da bietet der Eine ein Reise nach XY an, aber man findet keinerlei Informationen darüber in der Reisebeschreibung, ob nun ein Transport im Reisepreis inkludiert ist oder nicht. Der Nächste bietet seine Reise auf der Basis an, dass die Unterkunft extra zu bezahlen ist. Ein Sitzplatz im Mietwagen kommt zum Reisepreis ebenso hinzu, wie die Kosten für Kraftstoff, die am Ende der Reise auf alle Teilnehmer*innen umgelegt wird. Was ist nun mit Maut und Versicherungen? Wühlt dann jeder abwechselnd mal nach Kleingeld in seinem Portemonnaie? Keine Angaben. Buchen denn Pauschalreisende so ihre Urlaube auf Mallorca?
Nach dem neuen Reiserecht muss der Reisende bei Buchung informiert werden über: Eigenschaften der Reise, Reiseroute, Transportmittel, Unterkunft, Mahlzeiten sowie Reisegesamtpreis.

Andere Anbieter fahren mit der Gruppe im eigenen Fahrzeug von Deutschland nach beispielsweise Großbritannien. Da ist ein ganzer Fototag weg! Hinzu kommt, dass Reisen mit eigenen Personenkraftfahrzeugen oder mit eigenem Omnibus eine Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz benötigen.

In den wenigsten Reisebeschreibung ist zu lesen, dass ein gesetzlich vorgeschriebener Reisesicherungsschein ausgestellt wird. Ja, das Reisegesetz fordert für verbundene Reiseleistungen eine Insolvenzsicherung. Diese Anbieter wollen schlicht und einfach auf Eurem Rücken Geld sparen! Reisen ohne Sicherungsschein sind illegal.

Und dann sind wir beim Titel des Blogbeitrags, der Grauzone. Denn nur verbundene Reiseleistungen (Transport und Unterkunft) sind reisesicherungspflichtig. Aus diesem Grunde werden dann keine Mietfahrzeuge oder Übernachtungen mit angeboten, sondern nur die reine Dienstleistung der Begleitung. Sind dann 1500,- € für sieben Tage noch gerechtfertigt?

Viele Kunden kennen beim Kauf von Produkten Ihre Rechte zur Gewährleistung. Keiner würde ein Objektiv für 2000,-€ kaufen, wenn er nicht wüsste, ob sein Vertragspartner in einem halben Jahr noch am Markt ist und/oder durch eine eventuelle Zahlungsunfähigkeit sein defektes Objektiv nutzlos wäre. Bleiben wir bei unserer Fotoreise. Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Veranstalters greift der Reisesicherungsschein.

Freizeit ist kostbar. Man sollte sich also sehr gut überlegen mit wem man auf welche Art und Weise einen wichtigen Teil seines Jahresurlaubs verbringen möchte.

Menge an Teilnehmern auf Fotoreisen

Ein weiteres Qualitätsmerkmal von Fotoreisen sind die Teilnehmerzahlen.

Die Anbieter haben differenzierte Qualitätsansprüche.
Jeder Reiseveranstalter ist ein gewinnorientiertes Wirtschaftsunternehmen, die Absichten an nachhaltiger Fototouren mit Erfolg und guten Ergebnissen für die Teilnehmer, unterscheiden sich aber. Wer vor Ort ein wenig Knipsen will und ein paar Urlaubserinnerungen fotografieren mag, den wird es nicht stören, sich mit acht oder zehn zahlenden Teilnehmern einen Fotospot zu teilen. Wer jedoch ernsthaft gute Bilder mitnehmen mag, wird Probleme bekommen. Der Trouble um sich im Bild stehende Mitreisende wird schnell zur Frustration führen.
Je kleiner die Reisegruppe umso besser ist das Reiseerlebnis.

Was sind Eure Vorstellungen

Wenn Ihr Euch also für eine Fotoreise interessiert, studiert die Reisebeschreibungen ausführlich. Was nicht aufgeführt ist, wird unter Umständen nicht im Preis inbegriffen sein. Schaut Euch auch das Referenzmaterial gut an, soweit überhaupt eigens vorhanden ist (ja, das gibt es).

Fragt Euch was Eure Erwartungen an die Reise sind. Wie lange soll am Tag fotografiert werden? Wie werdet Ihr vor Ort transportiert? Kommt jeder in den Genuss eines Fensterplatzes oder sitzt man Schulter an Schulter mit dem Fotorucksack auf den Knien? Möchtet Ihr bei der Zubereitung der Mahlzeiten helfen? Habt Ihr Lust nach einem 10-Stunden Fototag Geschirr zu spülen?

Es gibt viele seriöse und gute Anbieter von Fotoreisen, die ihre Leistungen gerne veröffentlichen. Dort werden Euch renommierte Fotografen begleiten, deren Portfolio auch ein gutes Indiz für die fotografische Qualität der Reise sein wird. Diese Veranstalter haben als Partner ein Reisebüro oder einen Reisevermittler, die im Falle von Komplikationen Problemlöser sind. Sie kümmern sich gerne auch um Flüge, zusätzliche Zimmer für Begleitpersonen, Verlängerungsnächte und andere individuelle Leistungen. Diese Dienstleistung kostet ebenso Geld, wie die vernünftige Betreuung von Kunden vor Ort.

Die Erfahrung und Kenntnisse um eine Fotolocation und ihre Eigenarten (Tidenstände, Sonnenstände, usw.), die individuelle fotografische Betreuung und Wissensvermittlung an Kunden on Location sind eben nicht bei Low Budget Fotoreisen zu finden.
You get what you pay for.

Raik & Serdar

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